Die Ausstellung des Fotografen Till Rachold knüpft an die ursprünglichen
Bilder der humanistischen Fotoreportage der dreißiger bis fünfziger
Jahre des letzten Jahrhunderts an, die durch die unverfälschte und
puristische (Street)-Art der analogen Schwarzweiß-Photographie
gekennzeichnet war. Zu sehen sind überwiegend Menschenportraits in
stillen Momenten sowie unauffällige Alltagsszenerien, die sich meist
unbemerkt am Rande abspielen. Obwohl sie spontan im Hintergrund
aufgenommen wurden, ist ihnen eine intuitive Bildkomposition eigen, die
gerade das Randgeschehen in den Mittelpunkt rückt.
Er arbeitet überwiegend mit Kameras und Objektiven, die aus den
vierziger und fünfziger Jahren stammen. Um die Bildperspektive nicht zu
zerstören und die ursprüngliche Bildkomposition vollständig zu erhalten,
vergrößert Till Rachold stets das ganze Negativbild und verzichtet auf
Ausschnitte. Die einzelnen Bilder bearbeitet er von der Aufnahme über
die Filmentwickelung und Vergrößerung auf festgraduierte
Barytfotopapiere bis hin zur Retusche und Präsentation in Eigenregie.
Mit diesem Konzept setzt die Fotoausstellung eine Art Kontrapunkt zu den
bunten, durchgestylten und schnelllebigen Bilderfluten der modernen
Digitalfotografie und bewirbt die entschleunigte Sinnlichkeit des
ursprünglichen analogen Verarbeitungsprozesses sowie die Konzentration
auf das Wesentliche.
Vernissage: Samstag, 28.1., 18 UhrBegrüßung: Barbara Kroke, Leiterin des Kurfürstlichen Gärtnerhaus
Einführung: Dr. Heidrun Wirth
Öffnungszeiten: Dienstag - Samstag: 14 - 18 Uhr, Sonntag: 11 - 14 Uhr
Till Rachold im Internet:
www.tillrachold.de
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